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aktualisiert: 08.02.2010 16:11 Uhr
LANDKREIS KITZINGEN/HAMBURG

Verwirrung um Gen-Mais

Greenpeace: Schlamperei
Bei den Anmeldungen zum Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland herrscht laut Greenpeace Durcheinander: Obwohl der Anbau verboten ist und EU-Zulassungen fehlen, dürfen Landwirte unter Vorbehalt den Anbau von Gen-Kartoffeln und Gen-Mais anmelden.

Bei den Anmeldungen zum Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland herrscht laut Greenpeace Durcheinander: Obwohl der Anbau verboten ist und EU-Zulassungen fehlen, dürfen Landwirte unter Vorbehalt den Anbau von Gen-Kartoffeln und Gen-Mais anmelden. Zudem hat die Organisation die Anmeldungen im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig geprüft. Ergebnis: „Der schlampige Umgang der Behörden mit den Anmeldungen macht das wichtige Standortregister fast unbrauchbar“, sagt Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

Greenpeace entdeckte fehlerhafte Anmeldungen in Brandenburg und im Landkreis Kitzingen. Eines der Felder ist laut Anmeldung sechsmal größer als es möglich sein kann. Besonders heikel: Die falschen Angaben betreffen Landwirte, von denen einige Schadensersatz vom BVL fordern wollen, wenn ein weiteres Verbot sie daran hindert, den Gen-Mais Mon810 anzubauen. Ministerin Aigner stoppte dessen Anbau im April 2009 wegen Zweifel an seiner Sicherheit.

Derzeit sind wegen des Anbau-Verbots und der ausstehenden Zulassungen 1001 Hektar für den Gen-Mais und erstmals für die Gen-Kartoffel 20 Hektar im Standortregister eingetragen. Das sind rund 2650 Hektar weniger als im Vorjahr. Für den Landkreis Kitzingen sind knapp 60 Hektar eingetragen.

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