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aktualisiert: 08.02.2010 16:45 Uhr
KITZINGEN

Erst die Arbeitsplätze, dann die Wohnungen

CSU warnt vor Verkauf von US-Gebäuden
Die CSU-Fraktion im Kitzinger Stadtrat hat in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Siegfried Müller vor dem Zusammenbruch des ohnehin belasteten Kitzingen Wohnungsmarkts für den Fall gewarnt, dass die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) Wohnungen auf den ehemaligen US-Flächen vermarktet.


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In dem vom Fraktionschef Andreas Moser unterzeichneten Schreiben wird festgestellt: „Ohne die Schaffung von Bedarf für Wohnungen durch die wirtschaftspolitische Ansiedlung von Behörden oder Betrieben ist die Ausweisung von weiterem Wohnraum im Außenbereich nicht befürwort- und vertretbar.“ Das heißt: Erst müssen neue Arbeitsplätze her. Dann entsteht ein neuer Bedarf an Wohnungen und der kann mit Wohnungen aus den Konversionsflächen befriedigt werden.

Moser verweist darauf, dass der Kitzinger Immobilienmarkt bereits heute einen Leerstand von insgesamt 750 Wohnungen (ohne die 750 Wohnungen in den Marshall Heights) zu verkraften habe. In dieser Situation stelle die Ausweisung von Wohnraum auf den Konversionsflächen außerhalb der Stadt eine große Gefahr für eine nachhaltige und positive Stadtentwicklung dar. Nachdem die Mehrheit im Stadtrat den Antrag auf Rückbau im letzten Jahr abgelehnt habe, fordere die CSU, „eine unverhältnismäßige Wohnraumausweisung außerhalb der Kernstadt planungsrechtlich zu untersagen“.

Moser reagiert einmal auf eine Veröffentlichung des bayerischen Landesamtes für Statistik. Die Daten wiesen auf einen starken Rückgang der Bevölkerung in der Region in der Zukunft hin. Zum anderen verweist Moser auf Verkaufsanzeigen vom Wochenende, die die Bima geschaltet hat. Sie sehen den Verkauf von Wohnhäusern auf den Konversionsflächen wie dem Richthofen-Circle (Offiziersheim) oder dem Colette Circle (links der Straße nach Großlangheim) vor. Diese Anzeigen bestätigen laut Moser die von der Bima mündlich angekündigte aktive Vermarktung der Wohngebäude. Höchste Zeit für Moser, dass die Stadt aktiv wird.

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