Bei den Fröschen ist es so wie bei den Menschen: Kaum steht der Nachwuchs auf den eigenen Füßchen, macht er sich auch schon auf den Weg, um sich in der großen weiten Welt umzusehen. Deshalb verlassen jetzt auch unzählige kleine Teichfröschchen ihre vertrauten Gewässer und begeben sich auf große Wanderschaft. Wohin sie ihre Exkursionen letztendlich führen werden, weiß kein Mensch. Tatsache ist aber, dass kleine Frösche genauso neugierig sind wie kleine Menschenkinder, die bei ihren ersten Ausflügen ja auch alles, was ihnen in die Quere kommt, genau unter die Lupe nehmen. Was den kleinen Frosch ausgerechnet an einer Solarleuchte interessieren mag? Will er vielleicht schnell noch ein wenig Energie tanken, bevor der kalte Winter hereinbricht? Wahrscheinlicher ist, dass er die Leuchte erklommen hat, damit er besser sehen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass er bei seinem Rundumblick Nachbars Schäferhund erblickt und einen großen Bogen um dessen Revier gemacht hat. Denn wie für kleine Kinder gilt auch für kleine Frösche: Die ersten Ausflüge so ganz allein sind zwar sehr spannend, sie können aber auch verdammt gefährlich sein. mehr ...
Meine Güte, war das ein schlimmer August! Alles ist aus den Fugen geraten, nichts stimmt mehr. Statt Sommerhitze und Freibadwetter Wolkenbrüche und Überschwemmungen. Mein Gartenteich ist ob des vielen Regens weit über die Ufer getreten, die Goldfische erkunden den Garten und die Karpfenfische namens Nasen, im Zoofachgeschäft eigentlich als nützliche Algenvertilger eingekauft, weiden jetzt meinen Rasen ab. mehr ...
ANZEIGE
Also wenn ich ein Schulkind wäre, dann würde ich die, die für die ultraspäten Sommerferien in Bayern verantwortlich sind, verklagen – zumindest müssten sie mir jeden Tag ein Trost-Eis spendieren. Es ist ja wirklich ein Trauerspiel, was ein bayerisches Schulkind alles an Schlechtwetter ertragen muss. Früher, ja früher, da war der August wenigstens noch ein echter Sommermonat und kein Probe-November. Da hatten wir den Bach mit ein paar Baumstämmen aufgestaut (das durften wir damals ohne dass sich jemand aufregte), unsere Väter haben uns die Schläuche von alten Traktorreifen aufgepumpt und schon hatten wir unkaputtbare Schwimmreifen. mehr ...
Es war ein sonniges Wochenende, gewiss, aber der Schmerz über den verregneten August ist noch nicht vergessen. Schiffwetter im Hochsommer, das klingt nach Skandinavien. Und wohl daran liegt es, dass wir zwei unserer drei Urlaubswochen nutzten, Produkte eines schwedischen Möbelgiganten zusammenzuschrauben. Das Prinzip ist ganz einfach. Man schlendert bis zur Erschöpfung durch die Gänge, zerrt den Junior unter Matratzen und aus Einbauschränken hervor, und am Ende klammert man sich an superbillige Schnapsgläser, die man dreidutzendweise kauft. Die sind das erste, was man zuhause völlig entnervt ausprobiert, weswegen das Zusammenschrauben des simplen Regales mit dem immergleichen Inbus-Schlüssel zum Desaster gerät. Völlig cholerisch werden die Schnapsgläser gegen die Wand geworfen, womit wieder ein Grund besteht, bald wieder ins Reich der Köttbullar aufzubrechen. Das einzige, was uns fehlt für einen Platz im IN, das ist ein Smaaland-Kindergarten, in dem auch Männer eine Stunde betreut werden. Aber sei's drum: Ein wenig schwedische Lebensart gehört einfach dazu. Und selbst als Mensch aus dem Haßgau weiß man, was die Abkürzung des Möbelriesen bedeutet. „I ke a hin, wenn ich nix brauch!“ mehr ...
Also wenn ich ein Schulkind wäre, dann würde ich diejenigen, die für die ultraspäten Sommerferien in Bayern verantwortlich sind verklagen – zumindest müssten sie mir jeden Tag ein Trost-Eis spendieren. Es ist ja wirklich ein Trauerspiel, was ein bayerisches Schulkind so alles an Schlechtwetter ertragen muss. Da ist es wenig tröstlich zu hören, dass wenigstens am jetzigen Wochenende mal so etwas wie ein Mini-Hitzewellchen auf uns zukommt. Früher, ja früher, da war der August wenigstens noch ein echter Sommermonat und kein Probenovember. Da hatten wir den Bach mit ein paar quergelegten Baumstämmen aufgestaut (das durften wir damals ohne dass sich jemand aufregte), unsere Väter haben uns die Schläuche von alten Traktorreifen aufgepumpt und schon hatten wir unkaputtbare Schwimmreifen. So tummelten wir uns gefühlt unendlich im Wasser, geregnet hat es zumindest in meiner Erinnerung kaum und wenn, dann schien nach einer Stunde wieder die Sonne. Das waren noch Sommerferien! Unsere Eltern hatten mal abgesehen vom Schlauchaufpumpen ihre Ruhe vor uns (und wir vor ihnen). Mit alten Badewannen wurden die Bachläufe erkundet und nie waren wir näher dran an den Wasserratten in und um uns. Davon können die Kinder heute nur noch träumen. Den Bach zum Schwimmbad machen geht bestimmt nicht mehr, und den alten Schlauch vom Unimog dürfte man bestimm auch nicht mit ins Wasser nehmen, weil ja ein Tropfen Öl dran sein könnte. mehr ...
Ich weiß, ich weiß, schon wieder geht's ums Wetter, das doch gar nicht so ist, wie es im August sein soll. Statt Ausflüge ins Freibad und an den Badesee oder Urlaub in Bayern bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen, hat Petrus für unsere Gefilde nur ein mehr als durchwachsenes Wetterprogramm in petto und das Klischee, dass die Sonne strahlt während die bayerischen Schüler noch im Klassenzimmer schwitzen und mit dem Beginn der Sommerferien in Bayern plötzlich Regenwolken aufziehen und ein Tief nach dem anderen den Ferien einen bitteren Beigeschmack verleiht, wird einmal mehr erfüllt. Vielleicht sollte man hierzulande aus Fairnessgründen mal darüber nachdenken, ob nicht die Bayern auch einmal als erste in die Sommerferien starten dürfen und Sonne satt zu Hause genießen können. Natürlich kann einem dann immer noch Murphys berühmtes Gesetz dazwischenfunken und Dauergrau und Dauerregen setzen plötzlich einen Monat früher ein. Um die Stimmung an Regentagen zu bekämpfen, empfehle ich wahlweise eine Kissenschlacht (Vorsicht, vorher erst alles Zerbrechliche wegräumen), eine Schnitzeljagd durch das Haus, ein gutes Buch im Bett oder auf dem Sofa, heiße Schokolade oder einen Spielenachmittag mit Freunden. Regentage bieten sich auch hervorragend an, einen lange aufgeschobenen Brief zu schreiben und wehmütig die Urlaubsfotos vom vergangenen Jahr einzukleben. Und wenn die Sonne doch einmal kurz ihren Weg durch das Wolkendickicht bahnt, dann nichts wie raus! Wer weiß, wie lange sie bleibt. mehr ...
Die Hundstage erstrecken sich vom 23. Juli bis zum 23. August. Leichte Verschiebungen nach vorne oder hinten sind allerdings möglich. So war es auch heuer. Meine schöne Grundbräune habe ich mir schon Mitte Juli verabreicht. Verantwortlich dafür, dass es diese Hundstage gibt, ist nicht etwa ein alter Hund, sondern ein Sternbild namens „Großer Hund“ mit dem Hauptstern „Sirius“. Zufällig geht Sirius in der heißesten Jahreszeit in unserer Zeit noch mit der Sonne auf. Astronomen haben ausgerechnet, dass Sirius in 10 000 Jahren im Januar sichtbar sein wird. So gesehen würden die Hundstage dann in den tiefsten Winter fallen. Dann müsste man allerdings von Bärenkälte sprechen. mehr ...






















